© Wasserstrahlschneiden - Martin Seid 01. Mai 2015
Das Wasserstrahlschneiden ist eines der innovativsten Verfahren unserer
Zeit. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten des
Wasserstrahlschneidens:
Abrasivschneiden:
Als zukunftsorientierter Betrieb für das Wasserstrahlschneiden bieten wir
unseren Kunden die Möglichkeit nahezu jedes Material mit bisher nicht zu
realisierender Präzision zu schneiden. Durch die neueste
Steuerungstechnologie und einen konstanten Arbeitsdruck von 4150 bar, wird
das Wasser auf 3,5 – fache Schallgeschwindigkeit beschleunigt und unter
Beimischung von feinstem Abrasivsand (Quarzsand oder Granat) eine
Schneidgenauigkeit erreicht, die im hundertstel Millimeterbereich liegt.
Durch den Einsatz, der patentierten Technologie "Dynamic Waterjet" sind wir
in der Lage nahezu konusfrei, und bei vergleichbarer Qualität, um ein
vielfaches schneller zu schneiden. Dadurch können wir Maschinenteile direkt
fertigen ohne das anschließend die Außenflächen nachbearbeitet werden
müssen. Außerdem sind wir in der Lage, Gewindekernlöcher direkt zu bohren
so dass diese im Anschluss direkt mit dem Gewinde versehen werden können.
Das Wasserstrahlschneiden ist bei großen Materialstärken im Bereich ab 5
mm Dicke, bei Formteilen mit extrem kleinen Durchbrüchen oder Stegen und
bei nichtmetallischen Materialien unschlagbar. Besonders effizient ist das
Wasserstrahlschneiden, wenn mit anderen Verfahren Materialgruppen wie:
Werkzeug- und Edelstähle, Aluminium, Kupfer, Messing, Titan, Marmor,
Graphit, Fliesen, keramische Werkstoffe, Glas, Plexiglas, PE, PVC, CFK, GFK
Teflon, Holz, Gummi und viele weitere Materialien,
schlecht oder überhaupt nicht getrennt werden können oder bei geringen
Stückzahlen ein erheblicher Werkzeugaufwand nötig wäre. Natürlich ist es
auch die geeignete Technologie, wenn thermische oder mechanische
Bearbeitung verboten ist, wie z.B. bei Bauteilen für die Luft- und
Raumfahrtindustrie. Das Wasserstrahlverfahren lässt also in der Wahl des
Werkstoffes und der Formgebung der Teile unseren Kunden einen fast
unendlichen Spielraum.
Neu im Programm haben wir einen dynamischen Schneidkopf, der die
Oberfläche des zu schneidenden Materials abtastet und die Z-Achse mit dem
Schneidkopf automatisch in der Höhe so korrigiert, dass der Abstand
zwischen Schneidrohr und Material immer optimal ist. Nun können auch
unebene, verzogene oder ungleichmäßig dicke Werkstücke absolut präzise
und natürlich konusfrei geschnitten werden.
Reinwasserschneiden:
Beim Reinwasserschneiden wird ohne Beimischung eines Abrasivs
geschnitten. Der Schneidstrahl wird in einer Saphirdüse gebündelt und mit
einem Durchmesser von zirka 0,08 mm bis 0,20 mm durch das Material
geschickt.
Bei dieser Art des Schneidens wird kein Schnittspalt wie beim
Abrasivschneiden ausgeschliffen, sondern der Strahl verdrängt das Material
wie ein Messer das durch die Butter gleitet.
Bei dieser Art des Wasserstrahlschneidens können weiche Werkstoffe wie
Schaumgummi, Gummi, dünne Hölzer, Textilien und vieles mehr geschnitten
werden.
Technologie
Wasserstrahlschneiden
Martin Seid
Kompetenz bei Kohlefaser und
Compositewerkstoffen